Sonderausstellung - Das Letzte im Leben

Eine Ausstellung zu Sterben und Trauer (1765-2015)

Bis heute erinnern die Prunkräume der Innsbrucker Hofburg an den Tod von Kaiser Franz Stephan von Lothringen, der dort 1765 plötzlich verstarb. Die Ausstellung bringt den aufwendigen Totenkult der Habsburger ins Gedächtnis zurück und sie vergegenwärtigt unseren eigenen Umgang mit Trauer und Sterben. Gezeigt wird, wie sich alte Rituale im Umgang mit dem Tod verändert haben. Aristokratische Protokolle wurden von bürgerlicher Etikette abgelöst, bäuerliche Traditionen standen städtischer Moderne gegenüber. Die eindrucksvollen Objekte der Ausstellung erzählen Geschichten über die Furcht vor dem Tod, über das Sterben vor der Zeit, über ganz neue Sterberituale, über den Wunsch nach einem leichten Tod. Die Ausstellung zeigt, wie sich die Erinnerung an die Toten aufrechterhalten lässt und sie konfrontiert uns letztendlich damit, dass der Tod wohl unvorstellbar und dennoch allgegenwärtig ist.